(sda) Der Bundesrat ist dagegen, den Nachwuchs-Leistungssport mit zusätzlichen 15 Millionen Franken pro Jahr zu fördern. Mit Verweis auf die Lage der Bundesfinanzen lehnt er eine Motion der Bildungskommission des Ständerats ab.

Für zusätzliche Mittelaufstockungen zur Förderung des Nachwuchs-Leistungssport fehle der finanzielle Spielraum, schreibt er in seiner am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme. Die Kommission macht sich für zusätzliche 15 Millionen Franken für die Periode 2017-2019 stark.

Sie verweist auf den Beitrag in gleicher Höhe, den die Kantone auf Betreiben des Bundes leisten. Es sei unhaltbar, dass der Bundesrat nun seinen Teil nicht einhalte, heisst es in der Motion. Im Nationalrat ist ein gleichlautender Vorstoss hängig.

Vergangene Woche hatte der Bundesrat bereits bekannt gegeben, dass er sich aus der Förderung von Sportanlagen von nationaler Bedeutung zurückziehen will. Der im letzten Herbst verabschiedete Aktionsplan Sportförderung sieht mehr Geld für J+S vor. Zudem soll die Infrastruktur in Magglingen (BE) und Tenero (TI) ausgebaut werden. Der Leistungssport hingegen soll im bisherigen Rahmen gefördert werden.