(sda) Die Schweiz soll rund 690 Millionen Franken bereitstellen, damit der Internationale Währungsfonds (IWF) armen Ländern günstige Kredite vergeben kann. Der Ständerat hat am Dienstag als Erstrat diskussionslos zugestimmt.

Es geht um eine Garantie zu einem Darlehen an den Treuhandfonds für Armutsbekämpfung und Wachstum. Weil für Wechselkursschwankungen ein Puffer von 113 Millionen Franken vorgesehen ist, beläuft sich der beantragte Verpflichtungskredit auf 800 Millionen Franken.

Die gesamte vom IWF geplante Aufstockung ist rund 15 Milliarden Franken schwer. Der Schweizer Anteil beläuft sich auf 4,5 Prozent. Die Aufstockung ist nötig, weil der IWF im Juli 2015 die Obergrenzen der Kreditvergabe an ärmere Länder erhöht hat. Zudem erwartet der IWF aufgrund der unsicheren Weltwirtschaftslage einen höheren Mittelbedarf.

Derzeit gewährt der IWF über den Treuhandfonds rückzahlbare Darlehen an rund 20 ärmere Länder. Damit verbunden sind jeweils Auflagen für strukturelle Reformen. Letztmals hat der IWF den Treuhandfonds 2011 im Zusammenhang mit der Finanzkrise aufgestockt.