Die grosse Kammer hiess am Donnerstag eine entsprechende Motion von Hans-Ulrich Bigler (FDP/ZH) gut. Es sei auffallend, wie viele ausserparlamentarische Kommissionen es gebe, sagte Bigler. Die Mitglieder dieser Gremien werden aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft rekrutiert.
Der Nutzen für den politischen Meinungsbildungsprozess sei teilweise jedoch kaum nachvollziehbar, sagte Bigler. Zudem arbeiteten einige dieser Kommissionen parallel zum Parlament oder zur Bundesverwaltung und generierten Kosten.
Nebst einer Reduktion der Anzahl Kommissionen fordert Bigler auch die Einführung einer Alterslimite. Diese soll gewährleisten, dass die Mitglieder aktuelles Wissen und nicht "Erinnerungen aus der Vergangenheit" einbringen.
Der Bundesrat war gegen den Vorstoss. Es seien bereits einige dieser Kommissionen abgeschafft worden, sagte Bundeskanzler Walter Turnherr. Die Kanzlei überprüfe die Nützlichkeit von Kommissionen laufend. Da die Mitglieder unabhängig sein sollen, könnten viele erst kurz nach der Pensionierung Einsitz nehmen.
Der Rat liess sich nicht überzeugen. Die Motion geht nun an den Ständerat.