Das genügt nach Ansicht von Werner Salzmann (SVP/BE) nicht. Er reichte eine parlamentarische Initiative ein mit dem Ziel, das Armeebudget ab 2025 ans BIP zu koppeln. "Rund um unser Land werden die Zeichen der Zeit erkannt und die Budgets für die Verteidigung erhöht", sagte er. Cyberangriffe, Terrorismus und soziale Konflikte gefährdeten die Schweiz. Lücken sieht Salzmann vor allem bei den Panzern und der Artillerie. Auch für die Truppenausrüstung brauche es mehr Mittel.
Vor allem die SVP unterstützte Salzmann. Der Weltfrieden sei brüchiger geworden, sagte David Zuberbühler (AR). "Wir leben nicht in einer friedlichen Welt." Ein Land, das nicht mehr selber für seine Sicherheit sorgen könne, sei auch nicht mehr souverän.
Nach Ansicht der Mehrheit des Nationalrats ist die Finanzierung der Armee langfristig sichergestellt. Kommissionssprecherin Lisa Mazzone (Grüne/GE) machte auch finanzpolitische Argumente geltend: Durch die Koppelung der Armeeausgaben ans BIP würden neue gebundene Ausgaben geschaffen. Priska Seiler (SP/ZH) betonte, dass zum Beispiel auch eine aktive Aussenpolitik für mehr Sicherheit sorge. Der Rat lehnte die Initiative mit 118 zu 70 Stimmen ab.