Nach dem Nationalrat stimmte am Dienstag auch der Ständerat den Abkommen zu - mit 35 Stimmen zu einer Stimme. Damit ist die Vorlage bereit für die Schlussabstimmung.
Im Nationalrat hatte die SVP dafür plädiert, nicht auf das Geschäft einzutreten. Thomas Aeschi (SVP/ZG) begründete dies unter anderem damit, dass kaum Schweizerinnen und Schweizer in Serbien und Montenegro lebten. Damit profitierten fast ausschliesslich Staatsangehörige von Serbien und Montenegro.
Sozialminister Alain Berset stellte fest, mit den Abkommen werde nichts Neues geschaffen. Die Bestimmungen würden lediglich modernisiert. So werde etwa die Betrugsbekämpfung verbessert. Heute gilt für Serbien und Montenegro das Abkommen mit dem ehemaligen Jugoslawien.
Die Abkommen mit Serbien und Montenegro wurden bereits 2010 und 2011 unterzeichnet. Sie entsprechen laut dem Bundesrat den in letzter Zeit von der Schweiz abgeschlossenen Vereinbarungen und den internationalen Standards.
Die Abkommen treten in Kraft, wenn die Parlamente in den jeweiligen Staaten sie genehmigt haben. In Serbien und Montenegro ist dieser Schritt bereits erfolgt, in der Schweiz muss das Geschäft nach dem Ja beider Räte nur noch durch die Schlussabstimmung.