Heute würden nur die Kosten von Hilfsmitteln übernommen, die einfach, zweckmässig und wirtschaftlich seien, kritisierte Glättli. Dies verschlechtere massiv die Lebensqualität.
Für die Betroffenen sei der Unterschied wie Tag und Nacht. Wenn eine Prothese den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht werde, bedeute das bessere Lebensqualität, betonte Glättli. Dafür seien auch leicht höhere Kosten in Kauf zu nehmen.
Für den Bundesrat käme die Umsetzung einem Paradigmenwechsel gleich. Ein zentraler Grundsatz der Sozialversicherungen sei, dass die Leistungen nach den Gesichtspunkten der Einfachheit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit ausgerichtet werden. Das Kriterium der "Optimalität" eines Hilfsmittel führe dazu, subjektive Kriterien zu berücksichtigen, gab Gesundheitsminister Alain Berset zu bedenken.