Gebühren: Das Parlament will etwas tun gegen steigende Gebühren. Nach dem Nationalrat hat der Ständerat einer Motion zugestimmt, mit der das Kostendeckungsprinzip und das Äquivalenzprinzip durchgesetzt werden soll. Zudem soll der Preisüberwacher bei Gebührenfestlegungen auf Bundesebene regelmässig und rechtzeitig angehört werden. Heute seien die Fristen für eine Überprüfung der Gebühren oft zu kurz, sagte Kommissionssprecher Hannes Germann (SVP/SH) im Ständerat. Die kleine Kammer nahm die Motion stillschweigend an. Der Bundesrat hatte sich bereit erklärt, den Auftrag entgegenzunehmen.
Schiefergas: Der Ständerat ist gegen ein 25-jähriges Moratorium für Exploration, Förderung und Import von Schiefergas. Ein solches verlangt der Kanton Genf mit einer Standesinitiative. Die Bevölkerung sei wegen Methoden der Frakturierung verunsichert, sagte Kommissionssprecher Werner Hösli (SVP/GL). Diesen Befürchtungen könne man aber mit gesetzlichen Auflagen begegnen. Ein Technologieverbot sei hingegen nicht sinnvoll. Hösli wies auch darauf hin, dass ein Importverbot mangels Deklarationspflicht gar nicht durchsetzbar wäre. Zudem sei der Untergrund eine kantonale Angelegenheit. Der Genfer Grüne Robert Cramer setzte sich mit dem Hinweis auf die Klimaerwärmung vergeblich für die Initiative ein. Der Ständerat lehnte das Begehren mit 20 zu 12 Stimmen ab.
Traktanden des Ständerates für Dienstag, 4. Dezember, 08:15 - 13:00:
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Berechnung des Beteiligungsabzugs bei Too-big-to-fail-Instrumenten (18.020) |
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Änderung des Finanz- und Lastenausgleichs - Gesetzesvorlage und Standesinitiative LU für Abschaffung von NFA-Fehlanreizen (18.075 und 17.316) |
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Genehmigung multilaterales Abkommen zur Verhinderung von doppelter Nichtbesteuerung (18.063) |
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Motion für Aufstockung des Grenzwachtkorps (18.3385) |
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Motion für gleiche Regeln beim Familiennachzug für Schutzbedürftige und vorläufig Aufgenommene (16.403) |