(sda) Der Ständerat ist gegen die Einführung einer neuen Software, um Milizoffiziere administrativ zu entlasten. Er hat eine Motion aus dem Nationalrat stillschweigend abgelehnt. Aus seiner Sicht kann das Anliegen anderweitig angegangen werden.

Der Vorschlag stammt von Marcel Dobler (FDP/SG). Angesichts des Offiziersmangels müsse der Militärdienst attraktiver werden. Eine Möglichkeit sieht Dobler darin, die administrativen Belastungen für die Milizoffiziere ausserhalb des aktiven Dienstes zu reduzieren. Gerade die Koordination der Urlaubsgesuche für die Wiederholungskurse sei sehr zeitaufwendig.

Abhilfe schaffen könne eine bestehende Software, die von einem Milizsoldaten programmiert worden sei. Mit dieser kann laut Dobler 80 Prozent der benötigten administrativen Zeit eingespart werden.

Das Anliegen war auch im Ständerat unbestritten. Der Zeitaufwand der Kader für administrative Aufgaben müsse verringert werden, erklärte Josef Dittli (FDP/UR) im Namen der Kommission. Allerdings sei das Anliegen in der Weiterentwicklung der bestehenden Software bereits aufgenommen.