Gruppierungen und Einzeltäter, welche Opfer aus Bulgarien ausbeuten, stehen im Fokus verschiedener Ermittlungsverfahren der Polizei, wie Justizministerin Karin Keller-Sutter sagte. Zudem sind bulgarische Staatsangehörige in den letzten Jahren mit Einbruchs- und Ladendiebstählen in Erscheinung getreten. Auch Drogen- und Waffenhandel beschäftigen die Polizei.
Das Abkommen mit Bulgarien soll die Bekämpfung dieser Schwerstkriminalität erleichtern, ist jedoch auf alle Kriminalitätsbereiche anwendbar. Es regelt den Austausch von operativen Polizei-Informationen, grenzüberschreitende Observationen und den Einsatz gemischter Ermittlungs- und Arbeitsgruppen. Das Abkommen schafft auch eine gesetzliche Grundlage für die Stationierung von Verbindungsoffizieren im jeweils anderen Land.
Der Vertrag ergänzt das bilaterale Vertragsnetz der Schweizer Polizei mit Staaten in Südosteuropa. Das Abkommen mit Bulgarien sei inhaltlich vergleichbar mit den anderen Abkommen, sagte Keller-Sutter. Das nationale Recht muss dafür nicht angepasst werden. Über das Abkommen muss noch der Ständerat befinden.