(sda) Der Nationalrat findet es nicht nötig, dass die Kundinnen und Kunden bei der Post mitreden können. Er hat am Dienstag eine entsprechende Motion abgelehnt - mit 109 zu 71 Stimmen bei 8 Enthaltungen. Das Anliegen ist damit vom Tisch.

Olivier Feller (FDP/VD) hatte beantragt, den Kundinnen und Kunden analog zu der Personalvertretung im Verwaltungsrat zwei Sitze zuteil kommen zu lassen. Derzeit besteht der Verwaltungsrat aus neun Personen.

Der Verwaltungsrat sei die beste Stelle, um den Konsumentinnen und Konsumenten mit ihren Erwartungen an die Qualität der Grundversorgung Gehör zu verschaffen, argumentierte Nationalrat Feller. Er konnte indes keine Mehrheit für sein Anliegen gewinnen.

Die grosse Kammer folgte der Argumentation von Postministerin Simonetta Sommaruga. Im Anforderungsprofil des Bundes für den Post-Verwaltungsrat sei bereits festgehalten, dass im Kollegium Verständnis für Fragen des Service public vorhanden sein müsse, sagte sie. Das umfasse selbstverständlich auch die Wahrnehmung der Interessen der Kundinnen und Kunden der Post. Eine explizite Vertretung sei deshalb "weder notwendig noch zielführend".