(sda) Der Informationsaustausch innerhalb der Bundesverwaltung sowie zwischen der Bundesverwaltung und Unternehmen oder Privatpersonen soll mit elektronischen Schnittstellen verbessert werden. Das will der Ständerat. Auch der Bundesrat ist einverstanden.

Die kleine Kammer hat am Mittwoch eine Motion von CVP-Ständerat Beat Vonlanthen (FR) stillschweigend angenommen. In der grossen Kammer ist ein gleichlautender Vorstoss von SVP-Nationalrat Franz Grüter (LU) hängig.

Grüter und Vonlanthen wollen den Bundesrat beauftragen, mit der Schaffung von elektronischen Schnittstellen den direkten Informationsaustausch spätestens bis 2020 zu ermöglichen.

Heute betreibe der Bund einen grossen Aufwand, um seine Leistungen den Unternehmen und Einwohnern elektronisch zugänglich zu machen, halten sie fest. Dazu entwickle er immer mehr amts- oder departementsspezifische Portale. Das verursache für die Betreiber und die Nutzer einen grossen Aufwand. Beim Fokus auf Portale komme die Vernetzung innerhalb der Bundesverwaltung zu kurz.

Elektronische Schnittstellen würden es Behörden, Unternehmen und Privatpersonen ermöglichen, automatisiert Daten auszutauschen. Damit liessen sich die Vorzüge der Digitalisierung effizient nutzen, argumentieren Grüter und Vonlanthen. Die breite Einrichtung solcher Schnittstellen würde auch die Bestrebungen für eine einzige behördenübergreifende Plattform wie beispielsweise EasyGov.swiss unterstützen. Der Datenschutz wäre gewährleistet.