Der Bundesrat hatte die Annahme beantragt. Die Arbeiten für eine Änderung das Kollektivanlagengesetzes sind bereits im Gang, wie Finanzminister Ueli Maurer sagte. Die Vernehmlassungsvorlage werde noch vor den Sommerferien vorliegen.
Geplant ist die Einführung sogenannter Limited Qaulified Investor Funds - genehmigungsfreie Fonds, die sich ausschliesslich an qualifizierte Anleger richten.
Die Schweiz habe es heute als Fondsdomizil schwer, schrieb Noser zu seinem Vorstoss. Die Schweizer Fonds seien selbst für qualifizierte Anleger kaum konkurrenzfähig. Schweizer Kunden zögen ausländische kollektive Kapitalanlagen vor. Das sei nicht im Interesse des Schweizer Finanzplatzes und seiner qualifizierten Anleger.
Die Gegnerinnen und Gegner argumentierten, es drohe eine Schwächung des Anlegerschutzes. Die Aufhebung von Bewilligungspflichten könne sinnvoll sein, aber man müsse genau hinschauen, um Risiken zu vermeiden. Die Anlagegelder in der zweiten Säule dürften nicht leichtfertig auf den Markt geworfen werden, sagte Prisca Birrer (SP/LU). Der Rat überwies die Motion jedoch mit 118 zu 53 Stimmen an den Bundesrat.