Mit diesen wird der Bund beauftragt, die Statistiken einer entsprechenden Institution anzuvertrauen. Ziel ist, dass mit unbestrittenen und aktuellen Daten das Gesundheitssystem der Entwicklung der Bedürfnisse und der Kosten angepasst werden kann.
Heute würden die verfügbaren Daten je nach Quelle voneinander abweichen, begründete Adèle Thorens Goumaz (Grüne/VD) ihre Motion. Das sei bereits bei Daten von verschiedenen Bundesämtern oder von Bund und Kantonen der Fall. Die Angaben würden zudem auseinandergehen - je nachdem, welche Akteure des Gesundheitssystems sie bereitstellen.
Es sei entscheidend, dass die Daten nach einem klaren und einheitlichen methodischen Vorgehen und nach identischen Kriterien gesammelt würden, sagte zudem Olivier Feller (FDP/VD). Für den demokratischen Prozess sei zentral, dass sie von allen anerkannt würden.
Sebastian Frehner (SVP/BS) bekämpfte die Motionen, da es sich nach seiner Ansicht um eine Illusion handle. Es sei nie möglich, völlig unabhängige Statistiken zu haben, die man nicht infrage stellen könne. Er hielte es für besser, möglichst viele Statistiken von möglichst vielen Institutionen zu fördern, um ein umfassendes Bild über das Gesundheitssystem zu bekommen.
Er unterlag den Motionären mit 125 zu 59 Stimmen bei einer Enthaltung. Damit hat der Ständerat darüber zu befinden. Der Bundesrat unterstützt das Anliegen.