(sda) Junge Erwachsene sollen nicht dafür geradestehen müssen, wenn ihre Eltern die Krankenkassenprämien nicht bezahlt haben, als sie Kinder waren. Der Nationalrat hat am Freitag stillschweigend eine Motion von Heinz Brand (SVP/GR) angenommen. Darüber muss noch der Ständerat befinden.

Der Bundesrat zeigte sich einverstanden mit dem Vorstoss. Es sei davon auszugehen, dass vermehrt Prämien von Kindern nicht bezahlt würden, schrieb er in seiner Antwort. Daher sei er bereit, dem Parlament eine Gesetzesänderung vorzulegen.

Nach dem Willen Brands soll im Gesetz verankert werden, dass die Eltern Schuldner der Prämien des Kindes bleiben, wenn das Kind volljährig wird und die Unterhaltspflicht endet. Das soll verhindern, dass das volljährig gewordene Kind mit einer Hypothek ins Erwachsenenleben startet. Die ausstehenden Zahlungen stiegen von rund 305 Millionen Franken im Jahr 2016 auf 346 Millionen Franken 2017.