Der Rat nahm einen entsprechenden Antrag von Filippo Lombardi (CVP/TI) an. Dieser berichtete von gesprengten Bankautomaten und anderen Kriminalitätsproblemen.
Die vom Parlament angenommene Motion beauftragt den Bundesrat, sich in Zusammenarbeit mit Italien für eine nächtliche Schliessung kleiner Grenzübergänge einzusetzen. Der Bundesrat setzte den Auftrag 2017 mit einem Pilotprojekt um, das für Spannungen zwischen der Schweiz und Italien sorgte.
Das Pilotprojekt habe keine Hinweise erbracht, dass eine flächendeckende Schliessung von kleineren Grenzübergängen eine merkliche Auswirkung auf die Kriminalitätsrate hätte, befand der Bundesrat. Gespräche mit Italien hätten zudem gezeigt, dass eine durchgehende nächtliche Schliessung der Grenze negative Auswirkungen auf die zurzeit gute Zusammenarbeit bei der Migration haben könnte.
Vor rund einem Jahr beschloss der Bundesrat, kleinere Grenzübergänge mit Barrieren auszurüsten und diese nur im Bedarfsfall zu schliessen - etwa bei einer Alarmfahndung. Ausserdem wird Autofahrern signalisiert, dass sie von Kameras überwacht werden, wenn sie die Grenze passieren. Der Bundesrat erachtet das Anliegen der Motion deshalb als erfüllt und beantragt deren Abschreibung. Der Ständerat lehnt das aber ab.