(sda) Der Bund strebt keine bestimmte Laufzeit für Atomkraftwerke an. Das sagte Energieministerin Simonetta Sommaruga am Dienstag in der Fragestunde des Nationalrates.

Fragestellerin Irène Kälin (Grüne/AG) bezog sich auf einen Artikel in der "NZZ am Sonntag" von Anfang Juni, wonach das Bundesamt für Energie in den Energieperspektiven neu auch mit einer Betriebslaufzeit von 60 Jahren rechnet.

Sommaruga sagte dazu, die Energieperspektiven bildeten den aktuellen Stand und Annahmen zur künftigen Entwicklung ab. Dazu gehöre beispielsweise die Tatsache, dass Beznau dieses Jahr 50 Jahre in Betrieb ist.

Sommaruga erinnerte daran, dass die Betriebsbewilligungen für AKW unbefristet sind. Die Werke dürfen solange am Netz bleiben, wie die Aufsichtsbehörde sie als sicher erachtet. Der Bund plane nicht, wie lange AKW laufen sollten, sagte Sommaruga. Die Szenarien des Bundes mit einer Laufzeit von 50 und 60 Jahren entsprächen also nicht angestrebten Laufzeiten. Es handle sich um mögliche Szenarien.