(sda) Der Bundesrat soll prüfen, wie Kantone und Gemeinden dazu gebracht werden können, smarte Industrie- und Gewerbezonen zu schaffen. Diese Zonen sollen vieles können: Bedürfnisse von Unternehmen decken, den Verkehr reduzieren, Energie sparen und den Boden schützen.

Der Nationalrat überwies am Donnerstag mit 124 zu 64 Stimmen ein Postulat von Claude Béglé (CVP/VD). Bei der Einrichtung der Industrie- und Gewerbezonen solle ganzheitlich vorgegangen werden. In Singapur habe sich dieses Vorgehen bewährt. Die Oberhoheit der Gemeinden über diese Zonen wollte Béglé aber nicht beschneiden.

Der Bundesrat war mit dem Anliegen einverstanden. Ein Drittel der Arbeitszonen sei nicht bebaut, sagte Umweltministerin Simonetta Sommaruga. Der Umgang mit diesen Grundstücken sei ein wichtiger Teil der Raumplanung, es gehe um haushälterische Nutzung des Bodens.

Einen Ablehnungsantrag stellte Bruno Walliser (SVP/ZH). Die Gemeinden täten angesichts des Standortwettbewerbs bereits alles, um ihre Position zu verbessern, sagte der ehemalige Gemeindepräsident von Volketswil ZH.