(sda) Nach seiner Wiederwahl hat Bundesanwalt Michael Lauber am Mittwoch vor den Medien eine sehr knappe Stellungnahme abgegeben. Er bedankte sich beim Parlament für das in ihn gesetzte Vertrauen.

Er werde sich gestärkt aus dieser Wiederwahl einsetzen für eine wirksame und moderne Strafverfolgung auf Bundesebene, sagte er. Gemeinsam mit den Kantonen und weiteren Partnern im In- und Ausland werde er die richtigen Formen finden für die Bekämpfung der Kriminalität des 21. Jahrhunderts.

Lauber bedankte sich bei seiner Familie und seinen Freunden für die Unterstützung in der "nicht immer einfachen Zeit". Dann liess er die wartenden Journalistinnen und Journalisten stehen, ohne auf Fragen einzugehen. Er werde auf die Medien zurückkommen, wenn er etwas zur Umsetzung seiner Ziele zu sagen habe, erklärte er.

Laubers Verhältnis zu den Medien hatte im Zug der Affäre um die Treffen mit Fifa-Chef Gianni Infantino und der dadurch ausgelösten Untersuchungen gelitten. Lauber gab den Medien eine Mitschuld für die Debatte über seine Eignung für das Amt als Bundesanwalt.

Auch das Urteil des Bundesstrafgerichts, das ihn im Fifa-Verfahren in den Ausstand schickte, sah Lauber als Folge der medialen Berichterstattung. Das Gericht habe den Anschein einer Befangenheit gesehen - nicht zuletzt unter dem Eindruck der monatelangen Skandalisierung der Treffen in den Medien, hielt Lauber in seiner Stellungnahme gegenüber der Gerichtskommission der Räte fest.