Noch nicht vereidigt sind Maya Graf (Grüne/BL), Matthias Michel (FDP/ZG) und Othmar Reichmuth (CVP/SZ), weil ihre Wahl in den Kantonen wegen Rekursfristen noch nicht bestätigt worden ist. Alle drei sind in zweiten Wahlgängen am 17. respektive am 24. November gewählt worden und müssen noch auf die Amtseinsetzung warten.
Drei Vereidigungen stehen noch aus
Michel wird am Dienstag vereidigt, Graf und Reichmuth am Mittwoch. Graf begann am Montag die Session im Nationalrat und eröffnete als Alterspräsidentin die 51. Legislatur. Erstmals in der Geschichte habe der Ständerat derart viele neue Ratsmitglieder bekommen, sagte Ratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) zu Beginn der Sitzung.
Er würdigte zugleich Werner Hösli (SVP/GL), Filippo Lombardi (CVP/TI) und Beat Vonlanthen (CVP/FR), die abgewählt und deshalb im Herbst nicht verabschiedet worden waren. Einen Dank richtete Stöckli an seinen Vorgänger Jean-René Fournier (CVP/VS), den Ratspräsidenten des Amtsjahres 2018/19.
Grüner und weiblicher
Der Ständerat ist grüner und weiblicher geworden. Zwölf Frauen politisieren neu im Stöckli, so viele wie noch nie zuvor und doppelt so viele wie in der vergangenen Legislatur. Die Grünen haben statt einem nun nicht weniger als fünf Sitze. Doch insgesamt haben sich mit den Wahlen die Gewichte nicht von Rechts nach Links verschoben.
Denn die SP hat nur noch neun Mandate, drei weniger als in der letzten Legislatur. Stärkste Kraft in der kleinen Kammer - wenn sie dann komplett ist - ist die CVP mit 13 Sitzen, gefolgt von der FDP mit 12. Die SVP hat sechs Ständeratsmitglieder; zu ihrer Fraktion im Stöckli gehört als Siebter der Parteilose Thomas Minder (SH).
Der Ständerat erhält nicht nur 22 neue Mitglieder, sondern er ist auch jünger geworden. Sechs Ratsmitglieder sind unter 40 Jahre alt, und das Durchschnittsalter aller Ratsmitglieder liegt bei rund 54,5 Jahren.
Mit einer Vorsängerin intonierte der Ständerat nach der Vereidigung seiner neuen Mitglieder die Landeshymne. Untermalt wurde der Sitzungsbeginn im Ständerat von der Bieler Indie-Pop-Band Pegasus, mit Stefan Brenner, Noah Veraguth und Gabriel Spahni.