(sda) Wenn Tarifpartner wie Ärzte, Spitäler oder Krankenkassen Tarife verhandeln, sollen sie nicht nur über den Preis, sondern auch über die Menge sprechen. Das verlangt das Parlament. Der Nationalrat hat am Dienstag eine Motion aus dem Ständerat mit diesem Anliegen angenommen.

Ein Grund für die ständig steigenden Gesundheitskosten ist die Alterung der Bevölkerung, ein anderer der technische Fortschritt. Dazu kommt die sogenannte Mengenausweitung: Die Leistungserbringer führen immer mehr Behandlungen durch, wobei nicht immer klar ist, ob sie wirklich nötig wären.

Dem wollen National- und Ständerat entgegenwirken. Die Preise werden heute nämlich ohne Berücksichtigung der Anzahl erbrachter Leistungen bestimmt, wie die ständerätliche Gesundheitskommission in ihrer Motion festhält. Dies veranlasse die Leistungserbringer nicht, wirtschaftlich und effizient zu behandeln.

Die Räte rennen mit der Motion allerdings offene Türen ein. Der Bundesrat hat entsprechende Vorgaben bereits im Massnahmenpaket zur Dämpfung der Gesundheitskosten vorgeschlagen. Dieses liegt derzeit beim Parlament.