(sda) Simonetta Sommaruga (SP) bleibt Bundesrätin. Das Parlament hat die Umwelt- und Verkehrsministerin nach Ueli Maurer als zweites Regierungsmitglied am Mittwoch mit 192 von 218 gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Das absolute Mehr lag bei 110 Stimmen. Regula Rytz (Grüne) erhielt 13 Stimmen.

Die 59-jährige Sommaruga ist seit September 2010 Bundesrätin und führte bis vor rund einem Jahr das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD). Danach wechselte sie ins Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Im kommenden Jahr ist sie nach 2015 voraussichtlich das zweite Mal Bundespräsidentin.

13 Stimmen gingen an die Grüne Regula Rytz, die als Kampfkandidatin für den Sitz von Ignazio Cassis (FDP) antritt. SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi hatte nach der Bekanntgabe von Rytz' Kandidatur seiner Fraktion beantragt, Rytz zu wählen und den Sitz von Sommaruga anzugreifen. Dafür fand er aber keine Mehrheit.

Rytz hatte allerdings vor den Medien erklärt, dass sie eine Wahl auf Kosten Sommarugas nicht annehmen würde - und die SVP sicherte zu, sich an die Konkordanz zu halten.