(sda) Bundeskanzler Walter Thurnherr (CVP) kann eine zweite Amtsdauer antreten. Die Vereinigte Bundesversammlung hat ihn am Mittwoch mit 219 von 224 gültigen Stimmen wiedergewählt.

Thurnherr ist seit Anfang 2016 Bundeskanzler und damit Stabschef des Bundesrates. Er übernahm das Amt von Corina Casanova, die ebenfalls der CVP angehört hatte. Der 1963 geborene Aargauer ist studierter Physiker und trat später in den diplomatischen Dienst ein.

Von 2002 an war er zunächst Generalsekretär im Aussendepartement EDA, danach im Wirtschaftsdepartement (WBF) und schliesslich im Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). 2015 war er mit 230 von 234 gültigen Stimmen gewählt worden. Dieses Resultat erreichte er am Mittwoch nicht ganz.

Der Bundeskanzler nimmt an den wöchentlichen Bundesratssitzungen teil, hat eine beratende Stimme und kann Vorschläge unterbreiten. Überhaupt spielt die Bundeskanzlei als Stabsstelle des Bundesrats für das Funktionieren der Regierung eine wichtige Rolle.