Forderungen nach nachhaltigen Finanzflüssen würden immer stärker - sowohl von politischer Seite als auch von den Kundinnen und Kunden selbst, sagte Müller. Heute sei es aber nicht immer einfach zu entscheiden, welche Anlagen nachhaltig seien.
Er schlägt als möglichen Ansatz vor, die Offenlegungspflichten von Schweizer Unternehmen zu verbessern und dem Aspekt der Nachhaltigkeit genügend Rechnung zu tragen. Der Vorstoss geht nun an den Ständerat.
Der Bundesrat ist bereit, den Vorstoss umzusetzen. Finanzminister Ueli Maurer verwies auch auf eine im vergangenen Sommer eingesetzte Arbeitsgruppe. Diese wird in den nächsten Monaten einen Bericht vorlegen, der auch Vorschläge für den Finanzmarkt Schweiz im Bereich Nachhaltigkeit enthalten soll.
Einverstanden war der Bundesrat auch mit einem überwiesenen Postulat der heutigen Ständerätin Adèle Thorens Goumaz (Grüne/VD). Sie verlangt vom Bundesrat, die internationalen Entwicklungen bezüglich nachhaltigen Finanzplatz nicht aus den Augen zu verlieren.
Abgelehnt hat der Nationalrat eine Motion von Hans-Peter Portmann (FDP/ZH), die staatliche Erleichterungen für Unternehmen forderte, die punkto Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle übernehmen. Mit dem Nein ist dieser Vorstoss vom Tisch.