Unternehmen: Der Ständerat und der Nationalrat sind sich weiterhin nicht einig, wie weit der indirekte Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative gehen soll. Der Ständerat hat mit 25 zu 16 Stimmen an seinem Konzept ohne zusätzliche Haftungsregeln festgehalten. Es geht um die Frage, wie weit Konzerne mit Sitz in der Schweiz für ihnen angelastete Menschenrechtsverletzungen und Umweltsünden zur Verantwortung gezogen werden können. Mit dem Festhalten am bisherigen Konzept folgte der Ständerat einer knappen Mehrheit seiner Rechtskommission (RK). Der Nationalrat bestand bisher darauf, dass Konzerne für von ihnen kontrollierten Tochtergesellschaften im Ausland verursachte Schäden im Ausland zur Rechenschaft gezogen werden können. Er will das Obligationenrecht entsprechend ergänzen und ist nun wieder am Zug.
Die Traktanden des Ständerats für Dienstag, 10. März (08:15 bis 13:00):
| Bern |
Differenzen zur Zulassung von Ärzten und Ärztinnen (18.047) |
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Differenzen zur Überbrückungsrente für ältere Arbeitslose (19.051) |
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Motion für statistische Erfassung von "hate crimes", beispielsweise aufgrund sexueller Orientierung (17.3667) |
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Motion für Transparenz bei Entschädigungen und Honoraren für leitende Ärzte und Ärztinnen (18.3107) |
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Motionen zum KVG betreffend die Überprüfung der Versicherungspflicht (18.3765; 18.4209) |
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Motion für Mitsprache der Krankenkassen bei kantonalen Spital- und Pflegeheimlisten (18.3709) |
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Motion zu Abgeltung für Apotheken für Leistungen der Grundversorgung (18.3977) |
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Motion "Assistenzhunde auch für kranke Kinder und Jugendliche" (19.4404) |
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Motion gegen Weitergabe von Personendaten der Armee ans Bundesarchiv (19.4467) |
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Standesinitiativen JU und GE zu Verbot von Glyphosat in der Schweiz (18.308; 18.319) |
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Standesinitiativen JU und GE zu Handelsabkommen mit Mercosur-Staaten - Ausklammerung der Landwirtschaft und Zulassung eines Referendums (19.302; 19.313) |
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Standesinitiative SG für Aufhebung der Verjährung bei lebenslangen Freiheitsstrafen (19.300) |