Buffat verlangte mit seinem Vorstoss, dass alle, die an einem öffentlich zugänglichen Ort mit harten Drogen dealen, mit einer Mindeststrafe von einem Jahr bestraft werden. Dafür soll das Betäubungsmittelgesetz entsprechend angepasst werden.
Der Rat sprach sich dagegen aus. Gerade hinsichtlich jugendlicher Dealer müsse eher auf Prävention statt auf verstärkte Repression gesetzt werden, sagte Kommissionssprecher Beat Flach (GLP/AG). Die Initiative ziele nur auf die leicht zu ersetzenden Mitglieder von kriminellen Netzwerken, die den Drogenhandel in der Schweiz kontrollierten. Geschwächt würde dieser aber dadurch nicht. Die Initiative sei daher ineffizient, gehe zu weit und sei nicht zielführend.
Anders sah dies eine von Andrea Geissbühler (SVP/BE) angeführte Minderheit. Heute habe die Polizei keine Handhabe, wenn Drogendealer erwischt würden, sagte Geissbühler. Die Ordnungshüter könnten zwar das Geld und die Drogen einziehen und eine Anzeige erstatten, allerdings würden die Dealer eine halbe Stunde später wieder auf der Strasse stehen und weiter Drogen verkaufen.
Mit dem Nein des Nationalrats ist die parlamentarische Initiative vom Tisch.