(sda) Die Bundeshausfraktion von SVP und Mitte-Fraktion CVP-EVP-BDP sorgen sich angesichts der Ausbreitung des Coronavirus um die Schweizer Wirtschaft. Die SVP-Fraktion fordert zudem die Schliessung der Schweizer Grenze zu Italien.

Für die Schliessung der Grenze soll die Armee aufgeboten werden, schreibt die SVP-Fraktion in einer Mitteilung. Im Falle der für die Tessiner Wirtschaft und für das Gesundheitswesen unentbehrlichen italienischen Arbeitskräfte sei dafür zu sorgen, dass diese nicht nach Italien zurückkehren müssten. Österreich habe reagiert und seine Grenze zu Italien geschlossen. In die Schweiz kämen jeden Tag 68'000 italienische Grenzgänger.

Für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Schweiz fordert die SVP-Fraktion ein schnelles, unbürokratisches Entlastungsprogramm. Denn die betroffenen Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU), insbesondere im Dienstleistungs- beziehungsweise Tourismusbereich, litten jetzt schon und würden künftig zunehmend massiv unter den durch das Corona-Virus verursachten Ausfällen leiden.

Die Mitte-Fraktion von CVP, EVP und BDP reicht eine Fraktionsinterpellation zu den volkswirtschaftlichen Folgen des Coronavirus ein. Sie will vom Bundesrat unter anderem wissen, ob die Schweiz ausreichend und adäquat auf die möglichen volkswirtschaftlichen Konsequenzen vorbereitet ist.

Viele Schweizer Betriebe seien gezwungen, auf Kurzarbeit zurückzugreifen. Die Fraktion wirft die Frage auf, wie der Bundesrat für einen unbürokratischen Zugang zu Kurzarbeit für Schweizer Unternehmen sorgt. Zudem will die Fraktion wissen, ob der Bundesrat bereit sei, staatliche Stellen anzuweisen, Zahlungsfristen für Mehrwertsteuer und Sozialversicherungsbeiträge verzugszinsfrei aufzuschieben. Denn viele kleinere Unternehmen sowie Kultur- und Sportvereine seien bereits heute von Liquiditätsengpässen betroffen.