Die Arbeit der Räte wird ausnahmsweise am Donnerstag mit den Schlussabstimmungen abgeschlossen. Die Sitzung vom Freitag wird abgesagt, wie es in einer Mitteilung vom Freitagabend heisst. Die für den Mittwoch geplanten Richterwahlen durch die Vereinigte Bundesversammlung werden verschoben.
Zudem werden die Massnahmen gegen die Verbreitung des neuen Coronavirus auch im Parlamentsgebäude verschärft. So werden Personen, die eine Zutrittskarte von einem Ratsmitglied erhalten haben, das Parlamentsgebäude nicht mehr betreten können. Auch die Diplomatentribüne wird geschlossen.
Die Ratsmitglieder können, als Massnahme des gegenseitigen Abstandhaltens, die Tribünen nutzen, um die Debatten zu verfolgen. Besonders exponierte Ratsmitglieder und solche, welche die Betreuung schulpflichtiger Kinder und Kinder im Vorschulalter sicherstellen müssen, können der Session entschuldigt fernbleiben.
Dass die Session trotz weitreichender Massnahmen im öffentlichen Leben fortgesetzt wird, hänge auch mit der "Vorbildfunktion" des Parlaments zusammen, schreibt die Verwaltungsdelegation. Zudem handle es bei Sitzungen nicht um Veranstaltungen, sondern um einen Arbeitsort. Einen Unterbruch der Session hatte der Nationalrat am vergangenen Montag mit 155 zu 13 Stimmen bei 8 Enthaltungen abgelehnt.