(sda) Die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats (APK) verlangt vom Bundesrat, zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie die humanitäre Hilfe um 100 Millionen Franken aufzustocken. Damit rennt sie bei der Regierung offene Türen ein.

Aussenminister Ignazio Cassis hatte am Donnerstag angekündigt, dass der Bundesrat insgesamt 400 Millionen Franken für internationale Aktionen zur Verfügung stellen wolle. Damit soll auch die humanitäre Hilfe gestärkt werden. Zudem wurden laufende Programme angepasst. Der Bundesrat beantragt denn auch, die von der APK eingereichte Motion mit der Forderung anzunehmen.

Die schwerwiegendsten Folgen der Pandemie seien in Entwicklungsländern zu erwarten, schreibt er in seiner am Freitag veröffentlichten Stellungnahme. Damit steige das Risiko für soziale Unruhen, Flucht oder irreguläre Migration, was wiederum negative Auswirkungen auf die Schweiz haben könne.

Eine zweite Motion der APK beantragt der Bundesrat ebenfalls zur Annahme. Diese verlangt einen Fahrplan für die schrittweise Öffnung der Landesgrenzen. Ziel der APK ist es, Familien zusammenzuführen und die Personenfreizügigkeit wieder herzustellen.

Einen solchen Fahrplan hat der Bundesrat am vergangenen Mittwoch vorgestellt. In einem ersten Schritt soll ab dem 11. Mai für Schweizer- und EU-Bürgerinnen und -Bürger der Familiennachzug in die Schweiz erlaubt werden. Zudem sollen die vor dem 25. März eingereichten Gesuche von Erwerbstätigen aus der EU und aus Drittstaaten bearbeitet werden. Die beiden Motionen werden in der ausserordentlichen Session behandelt, die am Montag beginnt.