Sie hatte ebenfalls eine Offerte für die Durchführung der Sommersession eingereicht. Die Gesamtkosten wären aber leicht höher gewesen als in Bern, wie die Verwaltungsdelegation am Freitag mitteilte. Sie betrugen gemäss Berechnungen rund 3,94 Millionen Franken - im Vergleich zu circa 3,84 Millionen Franken in der Bernexpo.
Neben den Mietkosten, die in Bern um rund 300'000 Franken höher veranschlagt wurden, fallen insbesondere Personalkosten, Aufwendungen für die Sicherheit und Logistik sowie für technische Installationen ins Gewicht, wie es in der Mitteilung heisst. Bei einer Session ausserhalb von Bern wären vor allem die Kosten für Unterbringung und Verpflegung des Personals sowie für Verlagerung und Neuaufbau der technischen Infrastruktur höher.
Weniger Stress
Doch nicht nur die Kosten dürften den Ausschlag für Bern gegeben haben. Damit National- und Ständerat ausnahmsweise andernorts hätten tagen können, hätte es einen einfachen Bundesbeschluss gebraucht. Für eine Durchführung der Sommersession in Bern sprach auch die Tatsache, dass die Infrastruktur und Abläufe an der ausserordentlichen Session getestet und anschliessend weitergeführt werden können.
Ein Umzug weg von Bern wäre laut Andreas Wortmann, Leiter Bereich Infrastruktur der Parlamentsdienste, mit grossem Aufwand verbunden gewesen. Auch Ständeratspräsident Hans Stöckli liess am vergangenen Dienstag durchblicken, dass für ihn eine Session ausserhalb Berns nicht infrage komme. Nun hat die Verwaltungsdelegation, der er selber angehört, auch in seinem Sinn entschieden.