Für die CVP ist dabei die Eigenverantwortlichkeit entscheidend, wie am Montag der Tessiner CVP-Nationalrat Marco Romano in der grossen Kammer sagte. Es gebe keine einfachen Lösungen, das habe sich bereits gezeigt. Und es gebe keine Gewinner und Verlierer, denn es gelte, die Interessen der besonders Verletzlichen zu schützen.
"Wir müssen dankbar sein, dass wir die Mittel haben, diese Krise zu bekämpfen", sagte Romano. Zudem sei der Föderalismus eine gute Waffe. Die Kantone und die Gemeinden hätten Verantwortung übernommen. Es sei wichtig, dass auch in der nächsten Phase die Unterschiede der Regionen berücksichtigt würden.
Der Ausstieg aus den Massnahmen bedeute zugleich der Einstieg in die "grössten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen", sagte Romano weiter. Die CVP werde sich dabei weiterhin für Freiheit und Solidarität einsetzen. Die Schweiz brauche eine Politik für den Zusammenhalt. Gerade in unsicheren Zeiten seien eine starke Politik der Mitte, Pragmatismus und ein lösungsorientiertes Vorgehen wichtig.
Martin Landolt (BDP/GL) betonte, dass sich die BDP weiterhin vorbehaltlos hinter den Bundesrat stelle. "Die aktuelle Krise hat alle auf dem falschen Fuss erwischt", sagte er. Dennoch sei der Krisenbewältigung des Bundesrats ein gutes Zeugnis auszustellen. Die Massnahmen hätten gegriffen und ihre Wirkung erzielt.
Die Mitglieder des Bundesrats hätten bewiesen, dass sie nicht von Machthunger besessen seien, sondern sich in den Dienst der Bevölkerung stellten. Die Krise zeige auch die Rollen in der Demokratie auf. Gerade in solchen Zeiten müsse die Regierung regieren. Das Parlament müsse der Versuchung widerstehen, als Schattenregierung zu agieren.