(sda) Nach Ansicht der FDP-Fraktion haben sich viele Systeme in der Krise bewährt. Die Verwundbarkeit der Schweiz stimmt FDP-Fraktionschef Beat Walti (ZH) aber nachdenklich.

Man habe gesehen, wie wenig es brauche, dass einige Unternehmen wirtschaftlich am Abgrund stünden oder wie stark die Schweiz international abhängig sei, sagte er am Montag zu Beginn der ausserordentlichen Session in Bern. Bedenklich stimme auch, wie wenig selbstverständlich die Freiheitsrechte seien und wie rasch deren Einschränkung spürbar sei.

Andererseits habe man in der Krise Eindrückliches erlebt, sagte Walti. Die Massnahmen des Bundesrats hätten zur Eindämmung der Epidemie geführt. Das Gesundheitswesen, die wirtschaftspolitischen Instrumente hätten funktioniert. "Wir haben gesehen, dass unsere Systeme taugen."

Nun seien erste Schritte hin zur Normalität eingeleitet. Es gelte, sich dabei nicht in kurzfristigen Optimierung zu verlieren. Es sei die Aufgabe des Parlaments, die Weichen zu stellen, damit die Schweiz wieder aus dem Loch herausfinde.

Dazu fordert die FDP unter anderem die Stärkung der Innovationskraft und der internationalen Vernetzung der Schweiz oder eine Stärkung der Widerstandskraft von Unternehmen in der Krise. Ohne Eigenverantwortung sei eine Rückkehr zur Normalität nicht möglich, sagte Walti.