(sda) Bei der Festsetzung von Medikamentenpreisen sollen auch die Kosten für das gesamte Gesundheitssystem berücksichtigt werden können. Das verlangt das Parlament. Der Nationalrat hat am Dienstag eine Motion aus dem Ständerat mit dieser Forderung angenommen.

Der Vorstoss stammt vom Urner FDP-Ständerat Josef Dittli. Bei der Neuzulassung innovativer Medikamente gebe es heute extrem hohe Preisforderungen, hatte er in der kleinen Kammer argumentiert. Finde zusätzlich eine Indikations- und Mengenausweitung statt, fehle ein Mechanismus zur Eindämmung der Kosten.

Das wollen die Räte ändern. Angesichts des Kostenwachstums müsse die Preisfestlegung überprüft werden, sagte Kommissionssprecherin Mattea Meyer (SP/ZH). Damit könne ein Beitrag zur Kostendämpfung geleistet werden. Der Bundesrat anerkennt den Handlungsbedarf. Gesundheitsminister Alain Berset kündigte Vorschläge im Rahmen eines Kostendämpfungspakets an.