Spielgruppen gehörten nicht zur familienergänzenden Kinderbetreuung und hätten deshalb keinen Anspruch auf die Kredite, sagte Innenminister Alain Berset am Montag im Nationalrat. Bei Spielgruppen stehe nicht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Vordergrund, sondern die soziale Integration der Kinder.
Berset äusserte sich im Rahmen der Fragestunde. Nationalrätin Sandra Locher Bengeruel (SP/GR) kritisierte, dass das Parlament die Spielgruppen explizit als Betroffene genannt habe, als es dem Bundesrat den Auftrag für Finanzhilfen erteilt habe. Spielgruppen gehörten demnach auch in die Covid-19-Verordnung.
Der Bund verweist bei Spielgruppen auf das "Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen". Diese könnten wie andere Unternehmen Erwerbsausfallentschädigung beantragen sowie bei Liquiditätsengpässen einen Bürgschaftskredit aufnehmen.