Er entschied Ende April, zusätzliche 400 Millionen Franken einzusetzen, um die Folgen der Pandemie zu mildern. Ein Teil davon wurde vom Parlament in der laufenden Sommersession bewilligt: ein Darlehen von 200 Millionen Franken an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Nachtragskredite von 50,5 Millionen Franken für die humanitäre Hilfe und 57 Millionen Franken für die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit sowie 25 Millionen Franken für den Katastrophenfonds des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Die Motion war vor diesem Entscheid eingereicht worden. Trotzdem hielten die Räte nun am Vorstoss fest. Die Kommissionsmehrheit ist laut Ständerat Carlo Sommaruga (SP/GE) der Auffassung, dass die Massnahmen des Bundesrats das Motionsanliegen erfüllen. Einige Mitglieder hielten indes fest, dass der Betrag von 100 Millionen Franken den 400 Millionen Franken hinzuzurechnen sei und nicht bereits in dieser Summe enthalten sein dürfe.
Eine SVP-Minderheit fand, dass eine Motion nicht das richtige Instrument sei, um Kredite zu sprechen. Es obliege den Finanzkommissionen, Finanzmittel bereitzustellen. "Wenn wir mit Motionen Finanzpolitik betreiben, dann gute Nacht", sagte Thomas Minder (parteilos/SH). Der Ständerat überwies den Vorstoss trotzdem.