Die Standesinitiative verlangte, dass säumige Prämienzahler von den Kantonen dazu verpflichtet werden können, zur günstigsten Krankenkasse zu wechseln.
Seit der Revision des nationalen Krankenkassenversicherungsgesetzes 2012 bleiben auch Personen versichert, die ihre Prämien nicht bezahlen. Die Kantone übernehmen 85 Prozent der Kosten, 15 Prozent gehen zulasten der Krankenversicherer. Die Standesinitiative wollte dazu beitragen, die Kosten für die Kantone zu senken.
2016 zahlten in der Schweiz 140'000 Versicherte ihre Prämien nicht. Insgesamt entstanden 300 Millionen Franken Schulden bei den Krankenversicherungen.
Zuvor hatte bereits der Ständerat die Initiative stillschweigend abgelehnt. Diese ist damit vom Tisch.