Der Föderalismus sei eine tragende Säule des Bundesstaates, er müsse laufend weiterentwickelt werden, sagte Kommissionssprecher Stefan Engler (CVP/GR). Die Schweiz stütze auch ihre Entwicklungszusammenarbeit darauf ab. In vielen Ländern gelte Föderalismus nach Schweizer Vorbild als Schlüssel für die Beilegung von Konflikten.
In diesen Funktionen erbringe das Kompetenzzentrum seit vielen Jahren qualitativ hochwertige Arbeit, betonte Engler. Getragen wird das Zentrum jedoch von den Kantonen, der Bund beteiligt sich heute nicht an der Grundfinanzierung. Das soll sich mit der Motion ändern.
Nicht alle waren damit einverstanden. Philippe Bauer (FDP/NE) führte gerade den Föderalismus gegen die Bundessubvention ins Feld: Es gelte, die Unabhängigkeit der Universitäten und Forschungsinstitutionen zu wahren, sagte er.
Auch der Bundesrat sprach sich dagegen aus. Seiner Meinung nach fehlt eine gesetzliche Grundlage für die geforderte Beteiligung des Bundes. Laut Justizministerin Karin Keller-Sutter geht es auch nicht an, eine einzelne wissenschaftliche Einrichtung zu unterstützen. Die Unterstützung über das Aussendepartement EDA soll aber weiterlaufen.