Die Initiative verlangte, dass das Obligationenrecht entsprechend angepasst wird. Mit dem Nein ist das Geschäft erledigt.
Eingereicht hatte den Vorstoss SP-Nationalrat Mathias Reynard (VS). In den meisten Fällen seien Mütter, die aus dem Mutterschaftsurlaub zurück zur Arbeit kehrten, nicht mehr vor einer Kündigung geschützt, argumentierte Reynard. Dies, weil sie meistens 22 Wochen ihrer Arbeit fernblieben. Dieser schutzlose Zustand sei nicht vertretbar.
Gemäss Studien würden 10 Prozent aller Frauen nach der Mutterschaft eine Kündigung erhalten, ergänzte SP-Nationalrätin Min Li Marti (ZH). So würden Mütter nach einer Geburt das grössere Risiko tragen als die Väter. Bei Männern würde die Geburt eines Kindes sogar die Karriere fördern.
Die vorberatende Kommission hatte sich hingegen gegen den Vorstoss ausgesprochen. Sprecher Christoph Eymann (LDP/BS) erklärte, eine Mehrheit der Kommission anerkenne gewisse Schwierigkeiten bei der Wiedereingliederung von Müttern in den Arbeitsmarkt. Man sei aber der Ansicht, dass die Initiative den falschen Lösungsansatz darstelle. Der heutige Kündigungsschutz für Frauen nach der Geburt reiche aus. Zudem solle das liberale Vertragsrecht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin nicht weiter eingeschränkt werden.