(sda) Die Präsidien des National- und des Ständerats sind im neuen Amtsjahr in SVP-Hand. Neuer höchster Schweizer ist der Berner Andreas Aebi. Den Ständerat präsidiert im Jahr 2021 der Schwyzer Alex Kuprecht.

Der 62-jährige Aebi wurde zu Beginn der Wintersession am Montag mit 178 von 183 gültigen Stimmen gewählt. Im Vergleich zum langjährigen Mittel von um die 150 Stimmen ist das ein überdurchschnittliches Resultat. An der Wahl hatten sich indes nur 190 Nationalratsmitglieder einen Wahlzettel aushändigen lassen.

Zusammenhalt und Zuversicht

Sein Amtsjahr will Aebi unter das Motto Zusammenhalt, Zuversicht und Zufriedenheit stellen. Bei den Herausforderungen, die es zurzeit wegen der Pandemie zu meistern gelte, solle aber die Freude nicht abhandenkommen, sagte Aebi in seiner Antrittsansprache.

Neue erste Vizepräsidentin des Nationalrats ist die Aargauer Grüne Irène Kälin. Sie wurde mit 137 von 168 gültigen Stimmen gewählt. Die 33-Jährige ist seit 2017 Mitglied des Nationalrats und übernimmt das Ratspräsidium voraussichtlich in einem Jahr im Jahr 2022.

2023 ist dann turnusgemäss die Mitte-Fraktion mit CVP, BDP und EVP an der Reihe mit dem Vorsitz der grossen Kammer. Zum neuen zweiten Vizepräsidenten wählte der Nationalrat den 40-jährigen Bündner Martin Candinas (CVP), mit 154 von 170 gültigen Stimmen. Candinas ist seit 2011 Nationalrat und ein Vertreter der Romanischsprachigen.

Tugenden der "Chambre de réflexion"

Den Ständerat präsidiert im nächsten Jahr der Schwyzer SVP-Politiker Alex Kuprecht - er wurde mit allen 43 gültigen Stimmen gewählt. Kuprecht krönt mit dem Präsidium seine 17-jährige Tätigkeit in der kleinen Kammer.

Kuprecht will den Ständerat "unaufgeregt und mit Umsicht und Effizienz" führen und die Tugenden der "Chambre de réflexion" pflegen, wie er in seiner Antrittsrede sagte. Als erster Vizepräsident und zweite Vizepräsidentin stehen ihm Thomas Hefti (FDP/GL) und Brigitte Häberli-Koller (CVP/TG) zur Seite.