In seiner Ansprache am Mittwoch vor der Vereinigten Bundesversammlung sagte Parmelin, die Wahl zum Bundespräsidenten freue ihn, ehre ihn und fordere ihn heraus. Es seien turbulente Zeiten. "Für die Bevölkerung war und ist die Pandemie ein Schock." Er wolle im nächsten Jahr mit Engagement und Entschlossenheit eine wichtige Rolle in der Krisenbewältigung übernehmen - und zwischendurch auch etwas Optimismus verbreiten.
"Diese schwierigen Monate haben uns hart auf die Probe gestellt", sagte Parmelin. Das gelte für alle Bereiche und Gesellschaftsgruppen. Umgegangen werde mit der Krise sehr unterschiedlich. Einige begegneten der Pandemie "mit Spott und Ungläubigkeit", andere lebten nach dem Prinzip Vorsicht. "Der Weg der Weisheit liegt wie immer irgendwo dazwischen."
Parmelin rief in seiner Rede zur Solidarität auf. "Alle müssen einen Beitrag leisten." Der Zusammenhalt sei wichtig - zwischen Alt und Jung, zwischen Stadt und Land, über den Röstigraben hinaus und unabhängig von der gesellschaftlichen Stellung.
"Ich verkörpere selber das Ganze", sagte Parmelin Als französischsprachiger Meisterlandwirt aus einem kleinen Waadtländer Dorf sei er nun gewählter Bundespräsident und Wochenaufenthalter in einer grossen Schweizer Stadt. "Ich bin nicht nur noch ein Romand, sondern auch ein bisschen ein Deutschschweizer."
Parmelin erwähnte in seiner dreisprachigen Rede auch, dass er nicht sagen könne, was das nächste Jahr bringen werde. Es sei aber seine Pflicht, sich trotzdem darauf vorzubereiten.