Der Bundesrat soll ein Konzept für die Finanzierung und die koordinierte Umsetzung technischer Neuerungen unterbreiten. Im Zentrum steht die Automatisierung der letzten Meile im Schienengüterverkehr, wie der Sprecher der Verkehrskommission (KVF-N), Philipp Kutter (CVP/ZH), sagte.
Gegen die Motion stellte sich Benjamin Giezendanner. Er bestritt den Innovationsbedarf nicht. Die Wagen würden noch wie vor hundert Jahren gekoppelt, sagte er. Die grosse Frage sei aber, ob diese Innovation durch den Steuerzahlen bezahlt werden müssen. Dadurch würden ausländische Player unterstützt werden, mit nur einem kleinen Gewinn in der Schweiz. Als Beispiel nannte Giezendanner die Hupac, die europaweit Waggons durch die Alpen transportiere: In Zukunft würde die Schweiz hier die Kupplungen finanzieren müssen.
Das Zusammenspiel zwischen allen Akteuren müsse funktionieren, dies müsse nun angegangen werden, sagte Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga. Erst danach gehe es um die Finanzierung. Der Rat solle diese Chance packen, der Automation einen Schub zu geben, bat Sommaruga. Dies tat er mit 136 zu 50 Stimmen. Der Ständerat stimmte dem Anliegen bereits zu. Der Bundesrat kann sich damit an die Umsetzung machen.