(sda) In der Corona-Krise sollen nach dem Willen von National- und Bundesrat auch Radios, die ausschliesslich über DAB+ verbreitet werden, Geld erhalten. Der Bundesrat hat eine entsprechende Motion der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) angenommen.

Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, für das Jahr 2021 die Beiträge an die Kosten der DAB+ Verbreitung für konzessionierte und meldepflichtige Radioveranstalter auf mindestens 50 Prozent statt wie vorgesehenen auf 30 Prozent festzulegen.

Die Finanzierung solle aus der Radio- und TV-Abgabe erfolgen. Sollte sich der entsprechende finanzielle Spielraum im Laufe des Jahres vergrössern, sollen die Beiträge laut Motion auf bis zu maximal 80 Prozent erhöht werden.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) habe bereits im Oktober kommuniziert, dass die Förderanteile für die DAB+-Verbreitung auf 45 Prozent für die abgabenfinanzierten Radioveranstalter und auf 40 Prozent für die übrigen Radioveranstalter festgelegt würden, sagte Medienministerin Simonetta Sommaruga im Nationalrat.

Aufgrund von Verzögerungen beim Aufbau von Verbreitungsplattformen würden noch Geldmittel frei, so dass das Bakom die Technologieförderung im nächsten Jahr auf 50 Prozent erhöhen werde. Damit sei das Anliegen erfüllt. Der Bundesrat nehme die Motion an.