(sda) Um an der Frühlingssession der eidgenössischen Räte Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern, haben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ein Speicheltest-Kit nach Hause geschickt bekommen. So sollen infizierte Personen ohne Symptome entdeckt werden.

Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier wurden in einem Schreiben aufgefordert, am Montagmorgen vor Beginn der Session selber eine Speichelprobe zu entnehmen und diese bei der Ankunft am Morgen oder Nachmittag im Parlamentsgebäude abzugeben. Sie hätten zudem die Möglichkeit, sich vor Ort testen zu lassen - etwa, wenn sie die Tests vergessen hätten, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bei den Parlamentsdiensten.

Die Resultate sollen so noch vor Beginn der Session respektive im Verlaufe des Nachmittags vorliegen und den Ratsmitgliedern per SMS mitgeteilt werden. Wer ein positives Resultat erhält, solle sich sofort in Isolation und nach Hause begeben. Über den Rücklauf und die Testresultate gab es am Montag zu Beginn des Nachmittags noch keine Auskunft.

Tests sind freiwillig

Am Mittwoch sollen die Parlamentsmitglieder das Prozedere wiederholen. Auch in den kommenden zwei Wochen haben die Ratsmitglieder montags und mittwochs die Möglichkeit, sich testen zu lassen. Das Testmaterial wird den Ratsmitliedern dann in den Ratssälen verteilt.

Die Tests sind freiwillig. Die Massnahme könne jedoch die beabsichtigte Schutzwirkung nur entfalten, wenn die Parlamentarierinnen und Parlamentarier in möglichst grosser Zahl an den Tests teilnehmen, betonten die Parlamentsdienste in ihrem Brief an die Ratsmitglieder.

Mit der Massnahme soll die Handlungsfähigkeit des Parlaments gewährleistet und sichergestellt werden. Ziel ist es, dass die Räte die Beratung der dringenden Covid-19-Geschäfte bis Ende der Frühjahrssession abschliessen können.

Die Tests stehen auch anderen Personen im Bundeshaus zur Verfügung, wie etwa den Mitarbeitenden der Parlamentsdienste, dem Sicherheits- und Reinigungspersonal sowie den Mitarbeitenden der Fraktionen. Die Kosten für die Tests - gemäss Brief rund 100 Franken pro Test - werden vom Bund übernommen.