(sda) Der Bundesrat soll die Risiken der Abhängigkeit der Armee von fossilen Energien und von weiträumigen Stromtransporten abschätzen. Der Nationalrat hat am Dienstag einen entsprechenden Bericht bestellt.

Die Armee brauche eine Strategie, um diese Risiken durch die dezentrale Produktion von neuen erneuerbaren Energien zu minimieren, begründete der ehemalige Nationalrat Beat Jans (SP/BS) seinen Vorstoss. Namentlich seien die Nutzung des Fotovoltaikpotentials der Armee und die damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Fragen vertieft darzulegen.

Fotovoltaik für die rund 7000 Gebäude der Armee sei eine interessante Option, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd. Es mache Sinn, einen Überblick zu verschaffen. Der Bundesrat sei einverstanden mit den Auftrag.

Der Klimaschutz werde in der neuen Armeebotschaft bereits berücksichtigt, sagte jedoch Jean-Luc Addor (SVP/VS). Der Bundesrat brauche daher nicht einen weiteren Bericht auszuarbeiten, für etwas, das er schon beschlossen habe. Er wehrte sich vergeblich: Der Rat stimmte dem Anliegen mit 125 zu 51 Stimmen bei einer Enthaltung zu.