(sda) Bis Ende Jahr soll in der Schweizer Armee eine unabhängige Vertrauensstelle für Armeeangehörige geschaffen werden. Diese soll sich etwa mit Fällen von Sexismus und Mobbing befassen.

Der Bundesrat werde demnächst darüber entscheiden, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd. Zudem werde die Fachstelle Diversity ausgebaut. Das sagte Amherd am Dienstag im Nationalrat auf eine Forderung von SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf (ZH).

Seiler Graf verlangt, dass der Bundesrat in einem Bericht darlegt, wie er die Achtung der Menschen- und Grundrechte in der Führungs-, Ausbildungs- und Erziehungskultur in der Schweizer Armee verstärken und das Diversity-Management auf oberster Armeestufe zur Chefsache erklären will.

Amherd sagte, dass für die Armeeangehörigen die Menschenrechte auch während der Pflicht gelten würden. Niemand dürfe wegen des Geschlechts, der Sprache, einer Behinderung oder der sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Das würde in der Armee entsprechend geschult. Der Rat lehnte schliesslich den von Seiler Graf geforderten Bericht mit 107 zu 81 Stimmen ab. Er ist damit von Tisch.