(sda) Der Ständerat hat am Dienstag sein Ratsbüro damit beauftragt, abzuklären, ob eine offizielle Gedenkfeier für die Opfer und Angehörigen der Corona-Pandemie durchgeführt werden könnte. Der Ständerat überwies den Vorstoss diskussionslos.

Während der Pandemie hätten viele Menschen nicht gebührend von ihren Angehörigen Abschied nehmen können, sagte Ständerätin Maya Graf (Grüne/BL), die das Postulat einreichte. Dies solle mit der Gedenkfeier nachgeholt werden.

Die Pandemie habe zudem für viele Menschen auch psychische Folgen gehabt. Eine Gedenkfeier könne helfen, dass sich diese Menschen nicht ausgeschlossen fühlten. Ausserdem fördere ein solcher Anlass die Solidarität in der Gesellschaft.

Das Büro des Ständerats zeigte sich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Im Bundesrat sei bereits Anfang Jahr die Idee einer Gedenkfeier aufgekommen, sagte FDP-Ständerat Thomas Hefti (GL), Vizepräsident des Ständerats.

Damals sei die epidemiologische Lage allerdings noch sehr schlecht gewesen und die Planung eines solchen Anlasses nicht opportun. Heute sehe es anders aus.

Nun wird der Entscheid des Nationalrats abgewartet. Dort wurde ein ähnlicher Antrag eingereicht.