Es lägen weder über Guthaben noch über Bewegungen Angaben vor, sagte Maurer. Er betonte jedoch, die Schweiz habe die Finanzsanktionen der EU gegen Russland in der kürzestmöglichen Frist übernommen. Mit dem Schritt wurden namentlich die Vermögen von Vertrauten Putins, Mitgliedern der russischen Staatsduma und Geschäftsleuten eingefroren.
Die Bedeutung Russlands für den Schweizer Finanzplatz werde allgemein überschätzt, so der Finanzminister. Um Milliarden dürfte es sich bei den Geldern, die womöglich abgeflossen seien, nicht handeln. Insbesondere die Linke hatte in der vergangenen Woche kritisiert, der Bundesrat habe bei den Sanktionen zu zögerlich gehandelt. Sanktionierte Personen hätten dadurch die Möglichkeit erhalten, Vermögenswerte zu verschieben.
Maurer hob im Nationalrat weiter hervor, die Banken gingen mit äusserster Vorsicht vor, um die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft insgesamt umzusetzen. Hintergrund ist, dass Schweizer Banken sich etwa an US-Sanktionsrecht halten müssen, wollen sie in den Vereinigten Staaten Geschäfte machen.