In einer kurzen Ansprache vor der Vereinigten Bundesversammlung verwies Berset am Mittwoch darauf, dass die moderne Schweiz im kommenden Jahr 155 Jahre alt werde. Mit der Bundesverfassung von 1848 sei die Grundlage dafür geschaffen worden, dass man auch heute in die Zukunft vorwärtsgehen könne: "Dank unserer Stabilität können wir den Fortschritt wagen". Die Erhaltung der Institutionen sei besonders wichtig.
Die Schweiz habe ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft, mahnte Berset. Sie müsse ihre Gerechtigkeitslücken angehen. Der neue Bundespräsident verwies insbesondere auf die Gleichstellung der Geschlechter, die Inklusion und die Anliegen der jungen Generation.
Als Herausforderung nannte Berset unter anderem den Krieg in der Ukraine. Auch die Klima- und die Energiekrise müssten angegangen werden. Zudem gerate die Demokratie auf vielerlei Weise unter Druck.
Er wünsche der Schweiz für das kommende Jahr exzellente Debatten, geprägt von Respekt, sagte der Innenminister. Er und die neue Vizepräsidentin Viola Amherd wurden bei ihrer Rückkehr in den Nationalratssaal mit anhaltendem Applaus begrüsst.
Die Landesregierung verfolgt Wahlen in den Bundesrat traditionsgemäss im Salon de la présidence, einem Zimmer im Westflügel des Bundeshauses, und nicht im Ratssaal.