Geprüft werden sollten mehrere Punkte, sagte Moser im Rat. Sie nannte Einschränkungen des Einsatzes von langlebigen Chemikalien, Säuberungen und Sanierungen, Grenz- und Sanierungswerte in Lebensmitteln und Trinkwasser. Auch eine Verbesserung der Information der Öffentlichkeit über Risiken sei nötig.
Schwer abbaubare, langlebige Chemikalien wie PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) werden seit den 1950er Jahren hergestellt und sind stark verbreitet in der Industrie und im Haushalt, sagte Moser. Schon kleinste Mengen bedeuteten Risiken für die Gesundheit. Während die EU die Regulierung aller PFAS an die Hand genommen habe, bleibe die Schweiz zurück.
Der Bundesrat erklärte sich bereit, den Auftrag anzunehmen. Im Dezember hatte bereits der Ständerat mit einer Motion von Marianne Maret (Mitte/VS) PFAS-spezifische Werte in Verordnungen verlangt.
Überweist der Nationalrat diese Motion, will der Bundesrat spezifische Werte für PFAS in den Verordnungen des Bundes vorschlagen. Die wichtigsten PFAS seien bereits verboten oder starken Beschränkungen unterworfen, ergänzte Umweltminister Albert Rösti im Rat. "Sie stossen beim Bundesrat auf offene Türen."
Manfred Bühler (SVP/BE) hingegen warnte vor Alarmismus und Verunsicherung der Bevölkerung und beantragte ein Nein. Im Postulat werde nicht darauf eingegangen, wo die Chemikalien tatsächlich eine Gefahr darstellten mit der Begründung, es mangele an Daten dazu.