Der Nationalrat hat am Dienstag mit 110 zu 79 Stimmen Ja gesagt zu einem Postulat von Christophe Clivaz (Grüne/VS). 2020 seien alte Autos hauptsächlich nach Serbien, Polen, Libyen und Bulgarien exportiert und zu sehr tiefen Durchschnittspreisen verkauft worden, so Clivaz. Das zeige, dass diese Fahrzeuge sehr alt gewesen seien.
Die Exporte seien ein Problem, weil der Schweiz damit Rohstoffe verloren gingen und ebenso Arbeitsplätze, sagte Clivaz. Zudem sei das fachgerechte Recycling von Export-Autos nicht gewährleistet.
Der Bundesrat muss nun gegen seinen Willen einen Bericht verfassen. In seinen Augen funktioniert das Auto-Recycling im Inland. 97 Prozent der Altfahrzeuge landeten in Schweizer Schreddern und würden rezykliert, sagte Umweltminister Albert Rösti. Exportfahrzeuge würden im Ausland weiterhin verwendet. Aus Umweltsicht sei es durchaus sinnvoll, Autos möglichst lange zu fahren.
Laut dem Bundesrat kontrollieren die Zollstellen bei Ausfuhren, ob es sich um Altautos oder Occasionsfahrzeuge handelt. Das verhindere, dass schrottreife Autos exportiert würden und für das Recycling verloren gingen. 2019 wurden gemäss vom Bundesrat zitierten Daten der Stiftung Auto Recycling Schweiz 164'750 Fahrzeuge als Gebrauchtwagen exportiert.