Mit 109 zu 74 Stimmen und mit 5 Enthaltungen überwies der Rat am Dienstag ein Postulat von Marianne Binder-Keller (Mitte/AG). Frauen und Männer leisteten rund 6,5 Milliarden Arbeitsstunden in der Familie, argumentierte Binder-Keller. Kompetenzen, die sie sich dabei aneigneten, seien im Arbeitsmarkt gefragt und für die Wirtschaft von Bedeutung.
Der Bundesrat lehnte das Postulat ab. Er verwies auf vorhandene Daten zum volkswirtschaftlichen Nutzen unbezahlter Familienarbeit. Auch in der Familie erworbene Kompetenzen könnten bereits genutzt werden. Zertifizierungen hingegen eigneten sich nur begrenzt für den Nachweis übergeordneter "Soft Skills" aus der Familienarbeit.